Respektvolles und selbstbestimmtes Leben in der Senioren-Wohnanlage Viertel Grün in Dortmund Asseln

Über Uns

Unsere Philosophie

Das Leben in Großfamilien oder das Zusammenwohnen mehrerer Generationen ist so alt wie die Menschheit. Dieser Zusammenhalt innerhalb der Familie hat für das Wohnkonzept Viertel Grün für Senioren als historische Vorbild gedient.
Auch bei Viertel Grün steht die gegenseitige Hilfe – auch innerhalb der Wohngruppen – im Vordergrund. Viertel Grün will familiäre Strukturen nachempfinden und erlebbar machen. Deshalb ist es ein wichtiges Ziel, Menschen durch sinnvolle Aufgaben so lange wie möglich in ihrer Selbständigkeit zu unterstützen und zu fördern. Das kann bei der Zubereitung der täglichen Mahlzeiten oder der Gartenpflege anfangen und bei Hilfestellungen beim Ankleiden aufhören.

In Schweden und den Niederlanden ist das Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ bereits weit verbreitet. Dort hat Matthias W. Löer auf Studienreisen viele Anregungen für das Konzept von Viertel Grün gefunden, einige übernommen, andere optimiert.
Seine Ideen haben auch die Architektur der Wohnanlage beeinflusst. Schon beim Entwurf stand die Frage, wie sich alle Bewohner wohlfühlen können, im Zentrum der Überlegungen. Die jetzt umgesetzten Lösungen tragen dazu bei, dass das Miteinander viel besser als in traditionellen Seniorenwohnungen funktionieren kann.
Die familiäre Atmosphäre des Hauses ist nicht nur für Bewohner ein positiver Aspekt, sondern überträgt sich auch auf Mitarbeiter und Besucher. Die aktive Zusammenarbeit und Beteiligung der Angehörigen ist Teil dieses Konzepts. So bringen die mit den Bewohnern gemeinsam geplanten und vorbereiteten Feste viele Menschen fröhlich zusammen und steigern das Gemeinschaftsgefühl.

Die Idee vom Viertel Grün

Die Idee vom Viertel Grün entstand aus einer persönlichen Erfahrung von Matthias W. Löer, die sein Handeln bis heute geprägt hat. Ein Besuch bei seinen geliebten Großeltern in einem Pflegeheim, bestimmt durch das Leben mit deutlichem Mangel an Menschlichkeit, Erhalt der Selbstständigkeit und an sinnvollen Beschäftigungen, führte zu dem festen Willen, etwas ändern zu müssen.

Und genau diese Punkte hat Matthias W. Löer mit der neuen Wohnanlage Viertel Grün positiv in das Gegenteil verkehrt.

Planetree e.V. – Patienten auf Augenhöhe

Viertel Grün ist Mitglied der deutschen Planetree e.V. und damit eine Einrichtung, die ihr Handeln an den Prinzipien dieser Organisation ausrichtet.

Das bedeutet, mit Patienten und deren Familien auf Augenhöhe umzugehen. Planetree unterstützt eine Versorgung, die man sich selbst und für seine Angehörigen wünscht.

Im internationalen Planetree-Netzwerk sammeln Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und Praxen Ihre Erfahrungen zu einer besseren patientenzentrierten Versorgung. Patienten und ihre Angehörigen werden, soweit möglich, mindestens als gleichberechtigter Partner miteinbezogen. Das gilt für alle Vorgänge der Behandlung und Pflege. Tatsächlich führt dieses Handeln messbar zu einer gesteigerten Lebensqualität und höheren Sicherheit in den Einrichtungen.

Ziel von Planetree ist es, den Umgang mit Patienten in Gesundheitseinrichtungen zu verbessern, zu fördern und mit den Patienten auf Augenhöhe zusammenzuarbeiten.

Planetree e.V. – Die Erfolgsgeschichte

Inzwischen besteht das Netzwerk weltweit aus mehr als 900 Organisationen in 21 Ländern. In Europa arbeiten Planetree-Einrichtungen auch in den Niederlanden, Belgien und Dänemark nach diesem Konzept. Viertel Grün ist eine von nur zwei Einrichtungen in Deutschland, die diesen Umgang auf Augenhöhe praktizieren und als einen bestimmenden Faktor des Handelns wertschätzen.
Dabei hat Planetree im Jahre 1978 in den USA klein begonnen. Die Organisation wurde von der damaligen Krankenhauspatientin Angelica Thieriot gegründet. Sie fühlte sich zwar medizinische gut versorgt, wollte aber den persönlichen Umgang, den Mangel an Information und die fehlende Aufmerksamkeit für Patienten nicht tatenlos hinnehmen. Um dies nachhaltig zu ändern, gründete Angelica Thieriot gemeinsam mit Ärzten, Architekten, Künstler und Patienten die gemeinnützige Organisation Planetree. 

Sie benannten ihre Initiative nach der Platane (Englisch: Planetree). Dies sei der Baum, unter dem Hippokrates seinen Schülern lehrte, dass der Patient aus Körper und Seele bestehe. Beide Teile des Menschen würden zur Heilung angesprochen werden müssen. 

Diese Erkenntnis schien lange Zeit im Gesundheitswesen verschwunden zu sein. Heute wird sie in Einrichtungen wie Viertel Grün wieder zu neuem Leben erweckt – zum Wohle der Bewohner, der Angehörigen und der Mitarbeiter.

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